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Als Mutter liegt mir die Sensibilisierung und Bildung im Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln am Herzen. In meiner Funktion als Mitglied des politischen Beirats des Vereins Swiss Police ICT setze ich mich ausserdem für die Förderung von Aktivitäten zur Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität ein.

Aktuell: Jetzt Kinderschutz-Petition unterschreiben


Barbara Schmid-Federer und Mark Saxer am SPIK, Schweizerischer Polizei Informatik Kongress, in Bern.


Beratungsstellen und wichtige Links betreffend den Umgang mit dem Internet:

Broschüre zum Thema Sucht

www.jugendberatung.me oder www.lotse.zh.ch/service/detail/500012

Informationsplattform für Eltern betreffend Internet, Handys, Games etc.

Internetsicherheit? Hier kann ich mich melden: http://www.melani.admin.ch/

Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung

Elternnotruf: 044 261 88 66

Hilfe im Umgang mit dem Internet

Infos über Chats: www.fit4chat.ch

Infos zur Medienerziehung: schau-hin.info

Sicherheit vor Belästigung und Viren: www.seciurity4kids.ch

Sicherheit vor Belästigung: www.safersurfing.ch

Spiel zum Thema sicher surfen im Internet


Eingereichte Vorstösse zum Thema Kind und Internet

29. September 2011: ICT-Grundlagegesetz

7. Juni 2011, Frage: Stand der Präventionskampagnen des BSV nach einem Jahr

13. Dezember 2010, Frage: Verdeckten Ermittlung

12. Dezember 2010, Parlamentarische Initiative: Straftatbestand digitaler Hausfriedensbruch

1. Oktober 2010, Postulat: Einsetzung eines eidgenössischen Mobbing- und Cyberbullying-Beauftragten

1. Oktober 2010, Motion: BÜPF-Revision

1. Oktober 2010, Interpellation: Kobik/Melani. Erfahrungen aus der Reorganisation des DAP

18. Juni 2010, Parlamentarische Initiative: Effektivität und Effizienz in den Bereichen Jugendmedienschutz und Internetkriminalität

7. Juni 2010, Frage: Strategie für eine Informationsgesellschaft Schweiz. Bakom-Bericht

15. März 2010, Frage: Überwachung von Chatrooms

22. September 2009, Frage: Internet-Notrufknopf

10. Juni 2009, Postulat: Gefährdungspotenzial von Internet und Online-Games

11. März 2008, Motion: Internet-Chatrooms. Schutz von Jugendlichen vor sexueller Viktimisierung

11. März 2008, Postulat: Schutz vor Cyberbullying

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Cyberbullying

Cyberbullying ist eine neue Form des Internet-Mobbings. Der Begriff umfasst – ähnlich wie der Begriff des Stalking (deutsch: Nachstellung) – ein ganzes Bündel von Phänomenen. So werden zum Beispiel das Verprügeln eines gleichaltrigen Jugendlichen oder gar die Vergewaltigung von Mädchen und Frauen gefilmt und aufs Netz gestellt. In Chat-Foren werden Menschen namentlich beleidigt. Fotomontagen auf Webseiten zeigen plötzlich das eigene Gesicht auf einer pornographischen Darstellung und per SMS werden hasserfüllte Drohungen ausgesprochen.


Cyberbullying:
Neue Gefahren aus dem Internet

Wer den Kollegen oder die Klassenkameradin tyrannisieren bzw. mobben will, tut dies heute einfach per Internet. Es braucht nur einige Mausklicks, um per Montage einen ungeliebten Mitschüler zu einem Darsteller in einem Pornofilm zu machen oder den Kopf der Kollegin mit einem nackten Körper per Verteilerliste ins Netz zu stellen. Auch Erniedrigungen oder Androhung von Gewalt durchs Internet ist eine Form von Psychoterror, die unter den Begriff Cyberbullying fällt. Das Phänomen nimmt stark zu, viele Kinder und Jugendliche leiden darunter.

Bekannt geworden ist Cyberbullying durch den Kanadier Ghyslain Raza, dessen harmloser, selbst gedrehter Videofilm von seinen Klassenkameraden gestohlen, dann manipuliert und später ins Internet gesetzt wurde. Die veränderte – verhöhnende – Version des Films wurde weltweit verbreitet. Das Opfer ist seither in psychologischer Behandlung.

Nebst allen positiven Seiten des Internets, bietet dieses gleichzeitig grosse Möglichkeiten zu kriminellen Handlungen. Wer als Vater oder Mutter glaubt, der 10-jährige Sohn oder die 11-jährige Tochter sitze "sicher" vor dem Computer, geschützt im eigenen Haus, irrt. In Diskussionsforen für Kinder tummeln sich Pädophile, harte Pornographie ist einfach zu finden und Viren und Trojaner spionieren den eigenen Computer aus. Eine heute 40-jährige Mutter kennt die neuen Gefahren nicht, ist sie doch selbst ohne Internet aufgewachsen. Die heutige Elterngeneration hat nicht gelernt, mit solchen Gefahren umzugehen, bzw. die Gefahren sind ihr nicht bewusst.

Wenn der Bund den rasanten Trend, der das Cyberbullying erfährt, brechen will, gelingt dies nur mit einem raschen Handeln, gemeinsam mit den Kantonen und den Gemeinden, bzw. den Städten. Eltern, Lehrpersonen und die Jugendlichen selbst müssen sensibilisiert werden, griffige Massnahmen für Prävention und Intervention müssen erarbeitet werden. In gewissen Städten (Bsp. Zürich) und Gemeinden wird bereits Präventionsarbeit geleistet. Das Know How, welches sie sich erarbeitet haben, soll rasch und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden.

Ich fordere den Bund auf, den Lead gegen Cyberbullying zu übernehmen und ganzheitliche Massnahmenpakete zu erarbeiten, diese gezielt aufeinander abzustimmen und zu koordinieren. Die Massnahmen müssen auf der richtigen Stufe initiiert werden. Lehrpersonen müssen rasch und unkompliziert auf Informationen über neue Entwicklungen im Bereich Cyberkriminalität zugreifen können. Der Bundesrat ist gehalten, schnell zu reagieren.

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20. Januar 2012 / Barbara Schmid-Federer